Landespolitik
„Individuelle Förderung – was ist das und wie geht es?“ Dies ist das Thema eines Bildungstages der SPD-Landtagsfraktion am Samstag, 21. Juni 2008 im Stuttgarter Landtag. Beginn ist um 10.15 Uhr. Abgeordneter Alfred Winkler lädt Interessierte recht herzlich zu dieser Veranstaltung ein.
Individuelle Förderung heißt, jedes Kind mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen ins Blickfeld zu nehmen. Die individuelle Förderung ist Dreh- und Angelpunkt für bessere Lernerfolge. Doch wie wird sie in der Praxis umgesetzt? Welche Folgen hat die individuelle Förderung jedes Einzelnen für Kindergärten und Schulen? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Bildungstages.
Auch in Baden-Württemberg führt die frühe Aufteilung der Kinder auf verschiedene Schulformen zu ungleichen Chancen im Bildungssystem
Der SPD-Abgeordnete Alfred Winkler sieht sich durch den Bericht an der Kritik der Bildungspolitik der Landesregierung bestätigt. Die üblich frühe Trennung der Kinder im Alter von 10 Jahren muss zu Gunsten einer längeren gemeinsamen Schulzeit geändert werden. Noch immer gibt es einen Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in unserem Land. Gegenüber anderen Ländern ist dies besonders ausgeprägt. Nicht umsonst spricht der OECD-Wirtschaftsbericht davon, dass „auf Ebene der Bundesländer erwogen werden (sollte), den Zeitpunkt der ersten Aufteilungsentscheidung auf ein späteres Alter als 10 Jahre zu verschieben“, damit, so Winkler, legt die OECD den Finger in die Wunde, denn die frühe Trennung der Kinder ist ein Hauptgrund für ungleiche Bildungschancen sozial Schwächerer.
Der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Alfred Winkler begrüßt die Entscheidung der Baden-Württembergischen Regierungsfraktionen, bereits dieses Jahr insgesamt 800 Ausbildungsstellen bei der Polizei zu schaffen. Winkler warnt aber vor Augenwischerei: „Diese Entscheidung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Regierung den Stellenabbau bei der Polizei fortsetzt und auch in den nächsten Jahren weniger Polizisten ihren Dienst verrichten werden.“ Die erhöhten Ausbildungszahlen seien schlicht und ergreifend notwendig, um für die pensionsbedingten Abgänge in den nächsten Jahren Ersatz zu schaffen. „Durch die jetzt verkündete Maßnahme kommt kein einziger zusätzlicher Polizist auf die Straße“, stellt Winkler fest.
Oettinger und Rau streiten um das achtjährige Gymnasium zu Lasten der Schüler, Eltern und Lehrer. Dazu bezieht unser Landtagsabgeordneter im Kreis Waldshut Stellung und sagt: "Statt klare Aussagen zu machen, wie es mit dem G 8 weitergehen soll, bleibt die Situation an den Gymnasien verkorkst. Wenn der Ministerpräsident den zuständigen Kultusminister Rau öffentlich bloß stellt, dann darf erwartet werden, dass er wenigstens eine Lösung zu den seit langem bestehenden Problemen beim G 8 anbietet"