Kreisverband
Die Notfallpraxis in Oberndorf muss erhalten bleiben- dafür kämpft der SPD-Kreisverband Rottweil zusammen mit dem SPD-Ortsverein Oberndorf. Über eine Unterschriftenaktion auf dem Schuhmarktplatz in Oberndorf wurden am vergangenen Freitag, 25. Oktober, innerhalb weniger Stunden knapp 400 Unterschriften von besorgten Bürgerinnen und Bürgern gesammelt. Sie alle sind der Meinung, dass die Schließung der Notfallpraxis in Oberndorf verhindert werden muss.
Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum wird immer schwieriger. Es fehlt an Fachärzten, aktuell besonders in der Kinder- und Jugendmedizin, große Herausforderungen sind zu meistern. Mit der Ankündigung, dass 17 Notfallpraxen in Baden-Württemberg geschlossen werden sollen, geht der Kahlschlag in der Gesundheitsversorgung weiter. Der SPD-Kreisverband Rottweil sieht diese Entwicklung mit größter Sorge und wehrt sich massiv gegen die Schließung der Notfallpraxis in Oberndorf.
Die Schließung von 17 Notfallpraxen im Land, darunter auch in Oberndorf a.N., wären ein nie dagewesener Kahlschlag in der ambulanten Versorgung in Baden-Württemberg. Innerhalb von 18 Monaten 30 Prozent aller allgemeinen Notfallpraxen im Land zu schließen, ist eine furchtbare Nachricht für die ambulante ärztliche Versorgung im Land.
Darunter leiden die Kommunen, die sowieso schon ausgelasteten Krankenhäuser und ganz besonders all diejenige Patientinnen und Patienten, die besonders dringend versorgt werden müssen.
Von Oberndorf, Rottweil oder Sulz nach Stuttgart oder von Stuttgart an den Bodensee und in die Schweiz - das ist bisher in einer Direktverbindung durch die Gäubahn mit der Bahn möglich. Doch schon ab 2026 soll das anders sein. Die Bahn will diese auch für den Kreis Rottweil wichtige Bahnstrecke für viele Jahre abhängen. In einem Aktionstag des Bündnisses „Pro Gäubahn“, der vom SPD-Kreisverband Rottweil und vom Kreisverband von Bündis‘90/Die Grünen unterstützt wurde, protestierten am Freitag rund 40 Personen am Oberndorfer Bahnhof gegen diese Pläne.
Am Donnerstag, 23. Oktober (Beginn 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums) ist die bekannte Politikerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin zu Gast bei Marktplatz Kirche. Thema ihres Vortrages, dem sich auch eine Diskussion anschließt, ist der Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.