Bundespolitik
In der verbraucherpolitischen Debatte im Deutschen Bundestag forderte die Ortenauer Bundestagsabgeordnete Elvira Drobinski-Weiß (SPD) am Freitag Bundesverbraucherministerin Aigner auf, gegen das „perfide Geschäftsmodell“ vieler Inkasso-Unternehmen vorzugehen. Maßnahmen gegen Abo-Fallen allein seien unzureichend.
Als Gesetz gegen die Interessen von Versicherten und Patienten hat die SPD vor der Abstimmung im Bundestag die Gesundheitsreform scharf kritisiert. „Wir erleben heute den ersten Schritt in die Privatisierung der gesetzlichen Krankenversicherung“, sagte Generalsekretärin Andrea Nahles. Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warf Schwarz-Gelb vor, das System „amerikanisieren und privatisieren“ zu wollen.
Das Grundfinanzierungsprinzip der Bürgerversicherung sieht vor, alle Einkommensarten in ein gemeinsames System zu integrieren. Auch die großen Vermögen sollen in die Solidarität einbezogen werden. Zudem muss die volkswirtschaftliche Entwicklung besser in der Einnahmesituation der Krankenversicherungen abgebildet werden. Dass durch medizinischen Fortschritt das Gesundheitssystem immer teurer werde, die Einkommen der Menschen aber nicht im gleichen Maße stiegen, vernachlässige das aktuelle System, so Nahles. Die SPD wolle die privaten Krankenkassen nicht abschaffen, betonte Nahles. Gesetzliche und private Anbieter müssten aber einen gemeinsamen Leistungskatalog vorlegen.
Was bedeutet die Aussetzung derWehrpflicht für den Zivildienst? Haben soziale Träger und Kommunen, die Zivildienstleistende beschäftigen, das Nachsehen? Was wird aus dem freiwilligen sozialen, dem ökologischen Jahr? Kann die Bundeswehr ohneWehrpflicht in der Mitte der Gesellschaft verankert bleiben? Gibt es Möglichkeiten für einen freiwilligen Wehrdienst?
Dies alles konnte Rainer Arnold bei einer Matinee von Elvira Drobinski-Weiß, MdB und SPD Kreisvorsitzende in Kehl- Kork heute beantworten. Die SPD hat die Antworten. Politik ist eben mehr als Gel, Bunte und Gala.
Mit Erschütterung hat der SPD-Kreisverband Rottweil die Nachricht vom Tod des SPD-Politikers Hermann Scheer aufgenommen. "Hermann Scheer war ein Vordenker in unserer Partei. Sein entschiedener Einsatz für Frieden, Bürgerrechte und die Erneuerbaren Energien war stets vorbildhaft", so der Kreisvorsitzende Klaus Eisenhardt. "Wir verlieren in ihm einen Genossen, der geradlinig und in seiner Zielverfolgung für viele auch unbequem war. Aber gerade daran ist die SPD auch gewachsen. Seiner Familie sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus."
Rund fünf Milliarden Euro will Schwarz-Gelb allein im kommenden Jahr im sozialen Bereich und in der aktiven Arbeitsmarktpolitik kürzen. In den Folgejahren dürfte es noch mehr werden. Substanzielle Beiträge der Wirtschaft bleiben fraglich.
Insbesondere der Finanzsektor könnte weitgehend ungeschoren davon kommen. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel attestierte der christlich-liberalen Bundesregierung eine "erschütternde Bilanz" nach achtmonatiger Amtszeit.